Erfahrungsbericht

Download als PDF (mit Bildern)

Als meine Lebensgefährtin sich mit ihrer Tochter zu einem Wellnesswochenende entschloss, stand für mich fest, da fahre ich für drei Tage nach Dresden.

Bei... weiter lesen

Gäste aus dem Atelier

Ein Wunsch wird Wirklichkeit - oder Sonja im Wunderland

Ich wollte euch an dieser Stelle meine Erfahrungen in Bezug auf relativ neue Schuhe und relativ schnell wachsende Blasen mitteilen.... Achneeeeee davon wollte ich euch ja erst später was schreiben. Nein ich fange am besten noch mal gannnzzzzz gannzzzzz vorne an.

Seit langer Zeit schlummerte in mir der Wunsch endlich auch mal richtig nett zurecht gemacht die Straßen einer Stadt unsicher zumachen, vor einiger Zeit fand ich dann diese Homepage hier [www.weiblich24.de] und war vom ersten Angebot, von dem ich dort lesen konnte, schon sehr angetan, irgendwann hab ich mich dann durchgerungen und eine Email an [..][das Atelier] geschickt, die prompte und nette Antwort auf meine vielen Wünsche macht mich schon etwas Sprachlos, es entstand ein reger Mailverkehr Termine wurden ausgetauscht das Programm wurde besprochen und in mir wuchs immer mehr der Wunsch meinen Traum nun endlich auszuleben, ich möchte nicht versäumen zu erwähnen, das parallel natürlich auch die Zweifel zunahmen und ich immer nervöser wurde, ob denn auch alles gut gehen würde usw...

Ich denke viele von uns kennen diese Zweifel. Aber nein was sich Sonja in den Kopf gesetzt hat das wurde nun endlich auch in Angriff genommen. Und hier nun mein kleiner Erlebnisbericht.

1. Das Abenteuer beginnt
Wie vereinbart bin ich um 11:00 Uhr in Dresden angereist, die Fahrt war auch wirklich nicht das Problem (die Nervosität dagegen war schon ein echtes Problem), nach kurzer Zeit habe ich auch die Adresse gefunden, was mir leider nicht mit einem Parkplatz geglückt ist, menno hab ich vielleicht gesucht, bestimmt 20 Minuten bin ich rumgekurvt, aber dann habe ich direkt vor der Tür einen Parkplatz gefunden. [Die Mitarbeiterinnen][…] haben mich dann im Atelier begrüßt, der erste Kaffee war entspannend und das erste Gespräch half auch schon ein bisschen. Es folgte die große Buckelei der Koffer. Irgendwie hatte ich wohl viel zuviel eingepackt. Naja irgendwann war dann alles oben und schon ging es los mit dem auspacken.

Ich habe dann meine Vorstellungen losgelassen wie ich denn gerne rausgehen möchte und musste mit Freude feststellen, das mein Geschmack wohl nicht so schlecht sein kann (langer enger grüner Rock, beigefarbener Body und schwarze Longbluse darüber, dann noch eine dezente graue Jacke und ein paar flache Pumps. Dann kam die Qual der Wahl wie groß denn der Busen sein soll. Nach der ganzen Zeit jetzt muß ich sagen das Größe C genau das richtige für mich gewesen ist, damit könnte ich immer rumlaufen grins. So nachdem alles verpackt und angezogen war, begann der große Akt des Schminkens. Das alles ohne Spiegel damit ich auch nicht schummeln konnte. Aber als ich dann das erstemal in den Spiegel gesehen habe da war ich echt absolut beeindruckt. Ich wusste ja gar nicht wie gut ich aussehen kann. **schmeichle**

2. es geht los
So zack in die Jacke und schon stand ich irgendwie auf der Straße. Ich hatte gar keine Zeit mehr nervös zusein. Auf meinen ersten öffentlichen Schritten begleitete mich [eine liebe Mitarbeiterin][…] (nochmals vielen Dank es war wirklich nett) wir mussten uns auch ganz schön sputen da wir um 14:30 einen Termin im Nagelstudio hatten (achja, hab ich Euch schon gesagt das lange enge Röcke relativ unangenehm sind wenn man/Frau schneller laufen will !!, nur mal so neben bei). Nach fünf Minuten Fußweg hat sich dann das Wetter von seiner besten Seite gezeigt und uns viel auf das wir doch etwas wichtiges vergessen haben. Tja es fing an zu Regnen und Platsch war ich das erstemal Nass und das ohne Schirm. Pünktlich sind wir im Nagelstudio angekommen und mein Platz war auch schon frei, die anderen Damen im Nagelstudio , speziell die Kundinnen haben entweder nichts gemerkt oder sind einfach drüber hinweggegangen, jedenfalls kam ich mir dort sehr geborgen vor, es war dort sehr nett. Eine Stunde später hatte ich wirklich schöne lange dunkle Nägel.[…]

Wir waren also fertig, wie üblich stieg jetzt wieder ein bisschen meine Nervosität, weil wir ja wieder mal auf die Straße gegangen sind, und prompt fing es an zu regnen, also dieser Regen hat mich an diesen Tagen echt verfolgt. Nichts desto trotz wir wollten jetzt in die Innenstadt ich dachte OK wir fahren mit Auto oder wir laufen, aber weit gefehlt, die nächste Bewährungsprobe lag direkt vor mir. Schnurstracks lief [die Mitarbeiterin des Ateliers][…] mit mir zur nächsten S-Bahn Haltestelle, dort kaufte Sie für mich ein Ticket und schon standen wir da und warteten auf die Straßenbahn. Es war natürlich klar das diese recht voll war und so zwängten wir uns in den Wagen. Ich hatte echtes Herzrasen, aber wie oh Wunder es hat wieder mal keiner was bemerkt.

Nach vier Stationen waren wir am Ziel, keiner hat mich angesehen oder irgend eine Bemerkung gemacht, ich fühlte mich schon etwas besser. Übrigens hatte ich echtes Glück das mein Rock einen langen Reißverschluss vorne hatte um die Schrittweite zu regulieren, obwohl ich ja enge Lange Röcke supergut finde, musste ich doch feststellen das Frau im täglichen Alltagsgebrauch damit wirklich echt nur langsam voran kommt. Also Ziiiiippp machte ich unterwegs den Reißverschluss ein bisserl auf und schon klappte auch das Laufen vielll besser. Als erstes waren wir dann in einem Schmuckgeschäft, leider habe ich dort wieder ein bisschen mehr Hemmungen bekommen, da es recht voll im Laden war. Außerdem hatten sie dort nicht das was ich gesucht habe. Also gingen wir weiter.

Und nach einigen Häuserblocks merkte ich das erste Stechen am linken Fuß. Naja ich schätze da wars dann schon zu spät die erste Blase war drin. Wir gingen weiter aber als wir bei C&A angekommen sind, konnte ich nicht mehr, also erst mal Schoppen gehen, C&A muß ich sagen ist echt dufte (wenn ich nicht so blöd und schüchtern wäre, hätte ich dort Stunden zubringen können) Dort hatten Sie Schuhe zu normalen Preisen bis Größe 44, komisch war nur das ich sonst immer 42 habe und hier mir eine 44 richtig gut gepasst hat. Nach einigem Suchen haben wir ein paar offene Pantoletten gekauft in Größe 44 die ich ab diesem Tag immer bei mir hatte. Also die sind richtig schön die Schuhe ich konnte mit denen echt richtig gut und lange laufen, tja leider nur waren sie total offen und es regnete schon wieder. Aber was soll‘s es war Mittag, Zeit zum Essen. Wir ließen uns in einem netten Restaurant nieder und ich bestellte mir einen großen Salat (ein kleiner hätte es auch getan, aber das merkt Frau meist erst hinterher). Achja auch dort hat keiner blöd geguckt oder etwas gesagt. Es war himmlisch.

Nach dem Essen sind wir wieder rausgegangen und weiter geschlendert. Bei Karstadt habe ich mir noch ein richtig schönes Nachthemd gekauft (ein Traum aus rotem Satin). So langsam wurde es aber Zeit aufzubrechen also wieder ran an die S -Bahn Haltestelle und zurück ins Atelier. […]

3. laufen laufen laufen ..........
Um 8:00 Uhr musste ich fertig sein für den nächsten Tag, […]. Wir hatten verabredet, das [die Mitarbeiterin][…] Brötchen mitbringt so das wir ein ruhiges gemütliches Frühstück im Appartement einnehmen konnten. […] Ich habe früh einen Tee aufgesetzt und mir ein paar Sachen für den Tag rausgesucht. Pünktlich um 8:00 Uhr stand [die Mitarbeiterin][…] vor der Tür, wir haben nett und in Ruhe gefrühstückt, dann habe ich Ihr gezeigt was ich gerne heute anziehen würde. Es sah so aus als ob das ein schöner warmer Tag werden würde, da sich die Sonne sehen ließ und es zusehends wärmer wurde. Nach dem anziehen begann wieder das lange Schminken es war echt schön. An diesem Tag habe ich mich für einen kurzen schwarzen Rock, der kurz übers Knie reichte und ein Oranges Top mit einer passenden Bluse drüber entschieden, dazu schwarze Strumpfhosen und diesmal in weiser Vorrausicht das wir halt viel laufen werden sehr flache schwarze Lackslipper. Meine Jacke und meine neuen Supertreter habe ich natürlich wieder in die Tasche gepackt denn sicher ist sicher.

Wir hatten ein echt volles Programm, es stand die historische Stadtführung auf dem Programm gefolgt vom Besuch einer Bildergalerie, gegen Nachmittag sollte die Schminkschule folgen und abends stand der Stammtisch auf dem Programm, also wirklich ein voller Zeitplan. Also gingen wir los, in die Innenstadt sind wir mit meinem Auto gefahren, auch das war kein Problem, geparkt haben wir im Parkhaus. Nun ging es los, [ich wurde][…] quer durch die Stadt geführt und mir [wurden] wirklich interessante Gebäude und Sehenswürdigkeiten gezeigt, das Wetter war einfach himmlisch. Und wieder keine blöden anmachen oder sonstige Reaktionen. Das Leben konnte nicht schöner sein. Naja fast nicht schöner, denn nach drei Stunden (wir waren fast durch mit dem Programm) merkte ich den mir bekannten Schmerz im Fuß nun am zweiten Fuß und nach einem prüfenden Blick stellte ich fest das ich nun an beiden Füßen nette große Blasen hatte. Wir waren gerade im kleinen Park beim Daumen Abdruck von Karl dem Starken oder war das Gustav ?? mhm.

Wir haben uns auf einer Parkbank eine Pause gegönnt und ich entschied jetzt die superbequem Treter auszupacken, gesagt getan (ich hätte es nicht tun sollen, aber davon gleich) wir redeten noch ein paar Minuten als es plötzlich und unerwartet heftig anfing zu Regnen. Es war nicht nur eine kleine Husche es war echt heftig, also hab ich wieder die Schuhe getauscht, und unter einem Baum fanden wir Schutz vor dem Regen, das ganze hat denke ich ca. eine halbe Stunde gedauert und mir wurde immer kälter, das Wetter wechselte in ein übles Bild. (Ich kann Euch auch sagen wer daran Schuld hatte, auf der Promenade saß ein junger Musiker der „Rain Drops Keep Fallen On My Head“ gesungen hat, ER WAR SCHULD dass stand fest.)

Bevor ich richtig Erfroren bin haben wir uns dann aufgerappelt und sind weitergegangen trotz Regen und allem anderen, ich wollte nur noch in mein Zimmer und eine warme Dusche haben. Aber […] wenn schon Stadtführung dann aber bis zum Schluss **Augenzwincker**. Es hörte auf mit dem Regen und nach ein paar Minuten war auch wieder die Sonne zu sehen. […] Die Sonne schien also wieder und so machten wir uns noch auf dem Weg zum Zwinger und zur Semperoper. Es war richtig schön. Die Galerie haben wir ausgelassen, wie gesagt ich wollte meine Dusche haben heul. Nachdem ich alles gesehen habe sind wir wieder zum Auto geschlendert und zurück in die Wohnung gefahren. Ich musste erst mal Duschen und mich erholen, zum Glück hatte ich einen dicken Pullover mit und einen langen warmen Rock. [Die Mitarbeiterin][…] ist in der Zwischenzeit Einkaufen gegangen und hat für uns beide Mittag gemacht (ja man hätte auch Essen gehen können, aber meine Haare mussten erst mal trocknen und so war das denke ich eine nette Entspannung) Nach dem Essen begannen wir mit der Schminkschule. Auch das war sehr informativ und mit ein bisschen Übung denke ich bekomme ich das jetzt auch fast alleine hin. Nachdem wir fertig waren [haben wir uns][…]verabschiedet und mich noch etwas hingelegt um für abends gerüstet zusein, denn schließlich wollte ich ja einen richtig netten Abend beim Stammtisch verbringen . Gegen 19:00 Uhr kam [die Mitarbeiterin][…] und ich habe mir mein Abenddress übergeworfen. Es bestand aus einem seidig rot/orange schimmernden Kostüm mit kurzem Rock dazu schwarze Strumpfhosen und etwas höhere schwarze Pumps (ooh taten mir die blasen weh aber da muß man durch) darüber kam mein schwarzer lack Jacke. Ich denke es sah nicht schlecht aus. [Ich wurde][…] dann geschminkt und dann riefen wir ein Taxi und sind zum Stammtisch gefahren.

Wir sind rechtzeitig da gewesen und haben uns erst mal einen Drink genehmigt und auf die anderen gewartet, […]. Leider stellten sich bei mir immer dollere Kopfschmerzen ein die einfach nicht aufhören wollten, nirgends lies sich aber eine Tablette finden um das Problem zu beheben, gegen 22:00 Uhr war der Stammtisch dann gut besucht es war eine tolle Erfahrung und ich würde gerne wieder mal dort erscheinen, aber bitte ohne Kopfschmerzen, ich denke ich war keine nette Gesprächspartnerin an diesem Abend. Wir riefen also ein Taxi und gegen 23:00 Uhr bin ich dann ins Bett gefallen und war echt fertig, aber auch dieser Tag war wirklich sehr interessant und eine schöne Erfahrung.

4. so schnell ist die Zeit zu Ende
Nun ist schon der letzte Tag meines Urlaubs angebrochen, in der Nacht habe ich nicht viel geschlafen, ich weiß nicht ob es die Aufregung war oder was auch immer, jedenfalls fühlte ich mich recht fertig am nächsten morgen. Auch die Kopfschmerzen wollten nicht weggehen. Um 9:00 Uhr ist [die Mitarbeiterin][…] gekommen und wir haben nett zusammen gefrühstückt. Dann haben wir noch die letzten Sachen gepackt und die Wohnung noch mal kontrolliert und gegen 11:00 Uhr haben wir meine schöne Wohnung verlassen, natürlich wurde ich wieder Geschminkt und entsprechend gestylt. Ich trug einen langen grünen Rock dazu einen weißen Body und meine Rote kurze Lack-Jacke darüber. Meine flachen Treter gehörten natürlich auch dazu. […] Eigentlich stand noch ein großes Programm für diesen Tag auf dem Plan, aber mir ging es echt nicht gut, der Kopf machte immer mehr mucken. Als wir bei [ankamen][…] habe ich endlich eine Kopfschmerz Tablette gefunden. Wir haben noch Kaffee getrunken und uns darauf vereinbart diesen kurzen Urlaub entspannt ausklingen zu lassen. So stöberten wir noch in Perückenprospekten herum, und sahen uns das Video der letzten Party an. Danach fing die unweigerliche aber doch irgendwann nötige Rückwandlung an. Ich hab mich abgeschminkt und meine alten Sachen angezogen es begann der schmerzlichste Teil der Aktion ich musste meine schönen Nägel wieder abmachen (die waren echt superschön also so empfand ich das jedenfalls, und sie haben kaum gestört die ganze Zeit über). Also hab ich meine Finger ins Azetonbad gehalten und nach zwei Stunden waren die Finger wieder wie früher (**heul**) wir haben noch ein bisschen Smalltalk gehalten und es war wirklich ein schöner ruhiger Ausklang eines wirklich sehr schönen Urlaubs. Ich bin dann aufgebrochen und habe mich auf den Weg nach Hause gemacht, ich könnte jetzt auch sagen ich fuhr dann auf dem Highway hinein in den Sonnenuntergang, mit mir fuhren meine Erinnerungen an die letzten Tage und ich ließ alles noch mal Revue passieren.

5. Abschluss
Nun ist eine Woche vergangen und ich bin wieder ins normale Leben zurückgekehrt. Ich denke öfter an die kurzen aber schönen Tage zurück und kann jeder Interessierten nur wünschen das Sie auch mal das Glück hat im Atelier so einen wunderschönen Urlaub mitmachen zu dürfen. Ich habe mich die ganze Zeit die ich dort war aufs beste Aufgehoben gefühlt und fühlte mich nie alleine gelassen, es war mehr als nur eine einfach Dienstleistung die dort erbracht wurde. Ich fühlte mich wirklich wie „Sonja im Wunderland“. Alle die ich dort kennen gelernt habe, sind in dieser Zeit zu richtig guten Freundinnen geworden, man fühlte sich wie mitten drin und nicht nur „dabei“. Es war wunderbar und dafür möchte ich Euch ein echt großes Lob aussprechen, […].

So liebe Leserinnen und Leser ich hoffe ich habe Sie alle nicht zu sehr mit diesem langen Text gelangweilt und ich würde mich freuen wenn Ihnen diese Zeilen hier ein bisschen Freude und Ablenkung verschafft haben. Dresden ist eine Reise Wert denn dort ist für mich auf alle Fälle mein persönliches „Wunderland“.

So verbleibe ich mit lieben Grüßen
Sonja Bernhardt