Erfahrungsbericht

Liebe Katrin!

Ich möchte mich noch herzlich für den wunderbaren Samstagnachmittag in Dresden bedanken! Es war mein erster Spaziergang im vollen Outfit und es hat sich toll angefühlt! Schon das Ankleiden... weiter lesen

Gäste aus dem Atelier

"Drei Tage lang rote Fingernägel" – Ein Erfahrungsbericht

Vorwort

Dies ist die Geschichte von einem en-femme Urlaub in Dresden. Drei Tage lang waren meine roten Fingernägel ein Zeichen für einen wahr gewordenen Traum. Doch beinahe wären meine roten Fingernägel auch zu einem Alptraum geworden ...

Zunächst möchte ich versuchen eine Antwort auf die Frage geben, warum ich so etwas mache: Ich verstehe mich als ein Transgender. Das sind Menschen, bei denen vor der Geburt die Entwicklung der körperlichen Merkmale und des Gehirns auseinander gelaufen sind. Es ist ein unheilbares Makel. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass der dadurch bedingte Wunsch des Tragens von Kleidung des anderen Geschlechts nichts mit Sexualität zu tun hat, auch wenn die Grenzen zum Fetischismus oder zur Transsexualität fließend erscheinen. Es gibt eine hohe Dunkelziffer von Menschen die davon betroffen sind. In unserer Gesellschaft wird akzeptiert, dass sich Frauen beliebig kleiden dürfen. Entsprechend veranlagte Frauen fallen deswegen nicht weiter auf. Anders jedoch bei Männern. Die meisten von ihnen versuchen das Bedürfnis zu unterdrücken oder sie verheimlichen es weil es nicht den Gesellschaftlichen Normen entspricht. Dieser Kampf gegen die seelischen Bedürfnisse führt zu Depressionen und macht krank, hin bis zu Selbstmordgedanken. Auch ich habe lange versucht es zu verheimlichen, doch heute weiß ich, dass das Ausleben dieser seelischen Bedürfnisse wie eine Wellness Kur wirkt. Es ist eine gesunde Art der Stressbewältigung. Im Alltag motiviert es mich in Form zu bleiben und auf meine Gesundheit zu achten. Daneben hat es mich auch verständnisvoller gegenüber Frauen gemacht.


Die Vorgeschichte

Bereits im Vorjahr war ich vom einfühlsamen Service des Atelier Changeable begeistert. Ich fühlte mich dabei so wohl, dass ich unbedingt wieder kommen wollte. Dieses Mal wollte drei Tage lang rund um die Uhr en-femme sein. Dazu hatte ich mir ein Zimmer in der Pension "Gästezimmer am Märchenbrunnen" reserviert, mir alle „störenden“ Haare entfernt, eine natürlich wirkende Perücke gekauft und mein Sortiment an weiblicher Kleidung erneuert. Ich wusste zwar, dass ich mir vieles davon im Atelier Changeable hätte ausleihen können, aber es sollte auch ein „Training“ sein.


Die beste Unterkunft

Ich hatte nach meiner Ankunft in Dresden zunächst noch einen geschäftlichen Termin, so dass bis zur vereinbarten Ankunft an der Pension "Gästezimmer am Märchenbrunnen" nicht viel Zeit übrig blieb. Ich konnte die Pension schnell finden, aber wohin mit dem Auto? In der engen Straße gibt es weit und breit keine Parkmöglichkeit, nur in einer Nebenstraße etwa 100 Meter entlernt. Als ich an der Pension ankam wartete bereits Tina auf mich. Sie begrüßte mich gleich mit meinem Namen. Eine so liebevoll eingerichtete Unterkunft hatte ich zuvor noch nie gesehen. Mein Zimmer zierte ein Bild aus dem Märchen von Rumpelstilzchen. Es passte irgendwie zu meiner Situation: „Ach, wie gut dass niemand weiß, dass ich Claudia heiß“.

Am nächsten Morgen war ich unsicher was mich im Frühstücksraum erwarten würde. Ich verzichtete deshalb auf einen Auftritt en-femme. Doch was für eine Überraschung! Ich war an diesem Tag der einzige Gast und es erwartete mich ein liebevoll gedeckter Tisch mit brennenden Kerzen und leiser Musik. So konnte nur ein guter Tag beginnen! Tina kam und erkundigte sich, ob alles recht sei. Ich war echt begeistert. Es entwickelte sich ein längeres Gespräch. Dabei konnte ich nicht anders. Ich gab mir einen Ruck um mein "Versteckspiel" zu beenden und outete mich als Transgender. Tina war darüber nicht besonders überrascht. Sie erzählte mir, dass sie es gewohnt sei, dass einige ihrer Gäste sowohl als Mann und als Frau daher kommen. Mir fiel ein Stein vom Herzen!


Das perfekte Styling

Es sollte ein erholsamer Urlaub werden bei dem ich mich völlig entspannt en-femme in der Öffentlichkeit bewegen wollte. Dazu musste ich perfekt geschminkt sein, denn der erste und entscheidende Blick trifft stets das Gesicht. Meine eigenen Schminkversuche waren bisher nicht besonders zufriedenstellend, so dass ich es bevorzugte mich täglich im Atelier Changeable schminken und beraten zu lassen.

Am Morgen des ersten Tages hatte ich mich noch nicht en-femme in das Frühstückszimmer gewagt, aber ich wollte wenigstens die Fahrt zum Atelier Changeable en-femme antreten. Wegen des kühlen Wetters wählte ich dazu mein blaues Strickkleid und eine Leggings. Mein ungeschminktes Gesicht konnte ich weitgehend unter Perücke und Brille verstecken. Im Atelier angekommen begrüßte mich Hannelore recht herzlich. Sie kannte mich noch von meinem Besuch im letzten Jahr. Zunächst sollte ich ihr meine Wünsche erzählen. Aber ich war ziemlich unentschlossen, denn das feucht-kalte Wetter hatte meine ursprünglichen Pläne zu Nichte gemacht. Somit war es eine gute Idee, dass wir gleich heute einen Shopping Tag einlegen konnten. Ich hatte somit eine Gelegenheit mir für das Wetter passende Kleidung zu kaufen. Hannelore riet mir davon ab mit meinem aktuellen Outfit (Strickkleid und Leggings) in die Öffentlichkeit zu gehen. Sie suchte deshalb im Fundus des Ateliers passendere Kleidung für mich: ein Knie-langer schwarzer Rock, ein dunkelrotes T-Shirt, eine dunkle sportliche Jacke und ein rosa-farbiges Tuch. Dazu passte meine dünne hautfarbene Strumpfhose und die schwarzen Pumps. Ein Blick in den Spiegel bestätigte mir, dass ich so wirklich viel besser aussah.

Jetzt durfte ich am Schminktisch platz nehmen. Hannelore prüfte als erstes die Gründlichkeit meiner Rasur. Sie war heute damit zufrieden, was im Vorjahr aber noch nicht der Fall war. Ich hatte offensichtlich etwas dazu gelernt ...

Hannelore begann nun damit mein Gesicht in das einer Frau zu verwandeln, wozu unzählig viele Arbeitsgänge und Hilfsmittel wie Camouflage, Puder, Lidschatten, Wimperntusche und Lippenstift notwendig waren. Das Schminken dauerte fast eine Stunde lang, wobei ich geduldig still sitzen und Hannelores Anweisungen befolgen musste. Hals und Dekolletee wurden dem Gesicht angepasst. Meine Perücke bekam eine leicht geänderte Frisur welche mit etwas Haarspray fixiert wurde. Ohrclips und eine Halskette vervollständigten mein Erscheinungsbild. Zum Schluss durfte ich mir die Farbe für die Fingernägel aussuchen. Wenn schon, dann rot!
Anschließend konnte ich mich in voller Größe im Spiegel bewundern. Ich war sehr zufrieden und glücklich. Ich sah im Spiegel eine perfekt gestylte Frau. Ich wollte jetzt unbedingt ein paar Fotos von mir haben um mich immer wieder an diese Momente des Glücks erinnern zu können.


Die Shopping Tour

Für das geplante Shopping fehlte mir noch eine Handtasche. Hannelore fand eine für mich passende im Fundus des Ateliers. Ihr Motto lautete, die Handtasche einer Frau kann niemals groß genug sein! Wir fuhren mit dem Auto zur Altmarkt Galerie im Zentrum Dresdens. Im Fahrstuhl der Tiefgarage ein erster Passing Test. Mein Erscheinungsbild war jedoch so perfekt, dass ich keine besondere Aufmerksamkeit erregte. Das verhalf mir zu deutlich mehr Selbstsicherheit.

Wir kamen zunächst an einem Shop mit Modeschmuck vorbei. So etwas kann eine Frau immer gebrauchen! Heute war beim Kauf von drei Artikeln ein Artikel gratis. Ein Paar Ohrclips mit Perlen gefielen mir am besten. Danach führte uns unser Weg in das große Textilkaufhaus mit den zwei Buchstaben im Namen. Ich fand dort eine helle schicke sportliche Jacke, sowie ein dazu passendes buntes Halstuch. Beides gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Das Tuch betont nicht nur mein feminines Erscheinungsbild, es ist ein kuscheliges Accessoire, welches ich am liebsten jeden Tag tragen würde. Zu einer richtigen Frau gehört eine Handtasche und die fehlte mir bisher noch in meiner eigenen Ausstattung. In einem Lederwaren Shop fanden wir genau das richtige für meinen Geschmack: eine große Tasche aus dunkelbraunen weichem Leder mit Schulterriemen. Es war dazu auch noch ein echtes Schnäppchen für nur 15 Euro. Jetzt stand auf meiner Einkaufs-Wunschliste nur noch Camouflage. Es fehlte mir bisher um mich auch daheim möglichst perfekt schminken zu können. Man findet es nicht überall. Aber Hannelore wusste gleich wo wir es finden können. Ein winziges Döschen kostete 8 Euro. Schönheit hat einen stolzen Preis!

Ich war jetzt mehr als zufrieden! Alle meine Einkaufswünsche waren erfüllt. Wir hatten uns jetzt eine Pause verdient und gingen in das nächst beste Café. Dort aber wartete der nächste Passing Tests auf mich: die Sessel waren so tief, dass ich wegen meines relativ kurzen Rocks auf eine damenhafte Beinhaltung achten musste. Zu allem Überfluss setzte sich ein Paar mir gegenüber an den Tisch. Mein Herz pochte und ich kramte verlegen in meiner Handtasche herum. Endlich kam die Bedienung, so dass wir zahlen und aufstehen konnten. In der Tiefgarage erlebte ich die Leiden einer Frau: wo nur finde ich den Autoschlüssel in den Tiefen meiner Handtasche?


Ein Abendessen en-femme

Ich hatte mit Hannelore vereinbart, dass sie mich bei einem Abendessen begleitet. Wir wählten dazu eine Pizzeria. Hannelore bot mir an, dass sie mich in der Pension abholt und bei dieser Gelegenheit mein Makeup aufbessert. Gerne hätte zu diesem Anlass mein rotes Abendkleid angezogen, leider war das Wetter dafür zu kühl, so dass Rock und T-Shirt die passendere Kleidung war. Wir hatten Glück! Als wir in der Pizzeria ankamen war gerade noch ein Tisch frei. Wir hatten uns viel zu erzählen. Normalerweise stellt eine ganze Pizza kein Problem für mich dar, aber heute konnte ich nur eine Hälfte davon essen. Hatte sich mein Magen auch schon en-femme umgestellt? Ich denke, dass mein relativ enger Rock nicht ganz unschuldig daran war. Aber als Frau achtet man ohnehin mehr auf die Figur. Ich machte an diesem Abend wieder die schöne Erfahrung, dass weder die Bedienung noch die anderen Gäste besondere Notiz von mir nahmen. Mein Passing war perfekt!

Etwas später befand ich mich wieder im Zimmer der Pension. Ich stellte mich ins Bad und schaute mir die Frau im Spiegelbild an. War es ein Traum oder ist es Wirklichkeit? Es war die Wirklichkeit! Schade, dass ich vor dem Schlafen das Makeup entfernen musste. Nur meine roten Fingernägel blieben mir über Nacht. Ich zog mir ein langes Nachthemd an, legte mich auf das Bett und lauschte in die Stille. Mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. Warum kann es nicht immer so schön sein wie Heute?
Alleine en-femme unterwegs

Am nächsten Morgen wachte ich bereits relativ früh auf. Ich duschte mich und zog meine Lieblingssachen an. Dabei probierte ich auch den am Vortag gekauften Schmuck. Ich benötigte fast eine halbe Stunde lang um die neuen Ohrclips anzubringen weil ich den Trick nicht gleich erkannte.

Kurz vor acht hörte ich Geräusche im Gästehaus. Es war Tina, sie deckte den Frühstückstisch. Ich ging vorsichtig die Treppe hinunter. Tina sah mich jetzt das erste Mal en-femme und wollte wissen mit welchem Mädchennamen sie mich ansprechen darf. Ich verriet ihr, dass eine Claudia im Rumpelstilzchen-Zimmer wohnt. Mein Auftritt en-femme erklärte ich damit, dass rote Fingernägel nicht zu einem Mann passen würden. Sie verstand es.

Obwohl ich an diesem Tag so früh aufgestanden und bereits seit Stunden en-femme gekleidet war hätte ich beinahe meinen Termin in Atelier Changeable verpasst. Zu allem Unglück war heute auch besonders viel Verkehr auf den Straßen. Hannelore hatte sich schon Sorgen über meinen Verbleib gemacht. Sie brauchte mich heute nur schminken, denn meine Fingernägel und Kleidung waren bereits in Ordnung. Wir konnten die Zeit für ein paar Fotos nutzen.

An diesem Tag wollte ich das erste Mal alleine en-femme in die Öffentlichkeit. Das Panometer und der Große Garten standen in meinem Ausgeh-Programm. Vom Atelier Changeable aus waren es bis zum Panometer nur wenige Minuten Autofahrt. Als ich ankam regnete es und eine Gruppe Schüler blockierte den Eingang. Ich wartete deswegen lieber noch im Auto. Letztendlich benötigte ich dann doch den Regenschirm. Die Dame an der Kasse wollte, dass ich ihr einige Fragen beantworte. Ich aber wollte mich ihr gegenüber nicht als Transgender outen und schüttelte lediglich den Kopf. Im Panometer selbst war es relativ dunkel. Das gezeigte Thema "1945" ging mir sehr nahe. Man sah eine 360 Grad Aufnahme des zerbombten Dresden im Jahr 1945. Es wurde ganz dunkel, dann zuckten Lichtblitze der einschlagenden Bomben. Die dramatische Musik lies mich ganz traurig werden bei der Vorstellung wie viele Menschen damals unter den Trümmern starben.

Mein nächstes Ziel war der Große Garten. Es war nicht wirklich ein Wetter für einen Spaziergang. Schon gar nicht mit Pumps! Aber ich hatte es mir fest vorgenommen und wollte es auch unbedingt tun! Die Strafe für diesen Starrsinn folgte unverzüglich: nach ein paar hundert Metern auf dem Kopfsteinpflaster löste sich ein Teil des Absatz von meinem Pumps, dazu wurde es mir auch noch recht kühl an den Beinen. Keine Frau würde bei diesem Wetter mit dünner Strumpfhose spazieren gehen. Aber ich! Auffälliger konnte ich mich wohl nicht verhalten? Die anderen Parkbesucher nahmen trotzdem keine Notiz von mir. Mitten im Großen Garten, machte ich am Palais ein paar Fotos von mir. Als ich wieder am Auto ankam, war auch der zweite Schuh defekt. Und nasse Füße hatte ich jetzt auch noch! Im Auto überlegte ich eine Weile lang was ich an diesem verregneten Tag noch sinnvolles anstellen könnte?

Ich brauche dringend ein Paar neue Schuhe! Also fuhr ich zum nächst besten Einkaufszentrum. Das erwies sich jedoch als keine wirklich gute Idee, denn an diesem verregneten Samstag war offensichtlich ganz Sachsen zum Einkaufen angereist. In den Schuhgeschäften war kaum ein Durchkommen, geschweige denn, dass ich ein Paar Schuhe in Größe 43 finden konnte. Ebenfalls enttäuschend verlief mein Ansinnen einen 3/4 langen Rock zu kaufen. Ich konnte in mehreren Geschäften keinen passenden finden. Ich lernte dabei, dass Größe 40 ist nicht überall gleich Größe 40 ist. Mangels einer weiblicher Figur rutschten mir Röcke ohne Gürtel oder Gummizug bereits bei der Anprobe nach unten.

Hunger machte sich bemerkbar, weshalb ich mir in einem Supermarkt ein paar Backwaren kaufte. Ich setzte mich und beobachtete die vorbei gehenden Menschen und ihre Blicke. Ich war offensichtlich weit und breit die einzige Frau, die an diesem Tag einen Rock trug. Ich erregte trotz meines Outfits keine besondere Aufmerksamkeit. Oder war gerade das der Grund warum ich sofort als Frau erkannt wurde? Ach wie schön, dass niemand weiß, dass ich ….


Mein dritter Tag en-femme

Nachdem ich am Vortag nicht im Rock aufgefallen war, traute ich mir heute mein blaues Lieblingskleid anzuziehen. Meine Ballerinas mussten als Ersatz für die am Vortag "aufgearbeiteten" Pumps dienen – die Ballerinas waren ohnehin viel bequemer. Tina schenkte mir eine Parfüm-Probe, so dass ich auch vom Duft her en-femme wahr genommen wurde. Ich bat Tina ein paar Erinnerungsfotos von mir am Frühstückstisch zu machen.

Das morgendliche Schminken im Atelier Changeable war schon fast zur Routine geworden. An diesem letzten Tag machten wir viele Fotos von mir. Meine Fingernägel waren bei unserer Verabschiedung noch rot lackiert. Hannelore fiel es glücklicherweise auf und gab mir einen Nagellackentferner mit.

Ups! Es war Sonntag, ich selbst hätte mir keinen Nagellackentferner kaufen können. Ich hätte wegen meiner roten Fingernägel wohl kaum am nächsten Morgen den geschäftlichen Termin wahrnehmen können, und schon gar nicht en-femme …

An diesem Tag standen in meinem Ausgeh-Programm zwei Museen. Zunächst wollte im DDR Museum in Radebeul die "Zeitreise" mitmachen. Auf vier Etagen kann man sich hier in die Zeit vor der Wende versetzen lassen. Besucher müssen einen Zwangsumtausch zahlen und bekommen wie damals ein Visum. Das Museum ist unbedingt sehenswert, nicht nur für "Wessis" wie mich!

Anschließend besuchte ich das Deutsche Hygene-Museum Dresden (www.dhmd.de). Aktuell wurde die Ausstellung "fast fashion – Die Schattenseiten der Mode" gezeigt. Im Bewusstsein, dass meine neu gekauften Kleidungsstücke mit hoher Wahrscheinlichkeit von schlecht bezahlten Näherinnen gefertigt worden sind machte es mir nur noch halb so viel Freude sie zu tragen. In der Dauerausstellung "Abenteuer Mensch" erfährt man unter anderem etwas über Sexualität, Schönheit, Haut und Haar. Ich kann das Museum ohne Einschränkungen weiter empfehlen.

Es war der letzte Abend, zurück in der Pension war mein Traum zu Ende. Wehmütig entfernte ich mir den roten Nagellack von meinen Fingernägeln.


Schlusswort

Auch am letzten Tag konnte ich mir ganz entspannt en-femme die Ausstellungen ansehen, ohne dass ich bei anderen Besuchern besondere Aufmerksamkeit erregte. Ich fühlte mich richtig gut dabei als schön gekleidete Frau überall spazieren gehen zu können. Jetzt bin ich nicht nur um ein paar schöne Erfahrungen reicher, ich wage auch zu behaupten, dass diese drei Tage seelischer Ausgeglichenheit mein körperliches Wohlbefinden spürbar verbessert haben. Es war ein wahrer Wellness Urlaub.

An dieser Stelle mein Dank an Hannelore und Tina für ihre liebe Art und die verständnisvolle Unterstützung.

Viele Grüße von Claudia aus München